Roland TrueVIS AG-640 Latex-Druck- und Schneideplotter
Roland TrueVIS AG-640 – Latex Print & Cut neu gedacht
Die Roland TrueVIS AG-640 verbindet erstmals professionellen 64-Zoll-Latexdruck und integrierten Konturschnitt in einem System. Ihr entscheidender Unterschied ist die Arbeitsreihenfolge: Bei einem kombinierten Auftrag wird zuerst geschnitten und danach passgenau gedruckt.
Roland DG bezeichnet die AG-640 als weltweit ersten Latex-Druck- und Schneideplotter. Im direkten Cut-&-Print-Workflow produziert sie unlaminierte Etiketten, Decals, Aufkleber und konturgeschnittene Kleinserien ohne Medienübergabe an einen separaten Schneideplotter. Das spart Stellfläche und manuelle Arbeitsschritte und vermindert das Risiko von Zuordnungs- und Registrierungsfehlern zwischen zwei Geräten.
Zehn Tintenschächte bieten wahlweise einen erweiterten Farbraum mit Orange, Rot und hochdeckendem Weiß oder eine produktiv ausgerichtete doppelte CMYK-Bestückung. Langlebige Piezo-Druckköpfe, variable Tröpfchengrößen, TA2-Latextinte und ein separater Optimizer-Druckkopf bilden die technische Grundlage für detailreiche, farbstarke und reproduzierbare Ergebnisse.
Cut & Print: erst konturschneiden, dann drucken
Wasserbasierte Latextinten benötigen zur vollständigen Aushärtung Wärme. Würde eine dünne oder wärmeempfindliche Folie zuerst bedruckt und erst nach der thermischen Aushärtung geschnitten, könnten temperaturbedingte Dimensionsänderungen die spätere Schnittpassung erschweren. Die AG-640 kehrt diese Reihenfolge deshalb gezielt um.
| Schritt | Ablauf | Nutzen |
|---|---|---|
| 1 | Konturschnitt bei reduzierter Temperatur | Die Schnittkonturen entstehen, bevor die höhere thermische Belastung der Druckaushärtung auf das Medium einwirkt. |
| 2 | Aufheizen auf Druckbedingungen | Das System stellt automatisch die für Medium, Druckmodus und TA2-Tinte erforderlichen Aushärtungsbedingungen her. |
| 3 | Ausrichtung des Druckbilds | Die Druckdaten werden an den bereits geschnittenen Konturen registriert. |
| 4 | Druck und vollständige Aushärtung | Der fertige Auftrag kann ohne zusätzliche Ausgaszeit entgittert, weiterverarbeitet und verklebt werden. |
Diese Prozessführung reduziert insbesondere bei geeigneten dünnen Folien das Risiko, dass Schrumpfung, Dehnung oder Wölbung die Schnittpassung beeinflussen. Sie verbessert damit die Voraussetzungen für saubere Konturen, kann aber die materialabhängige Dimensionsänderung nicht vollständig ausschließen.
Zwei unterschiedliche Produktionswege
| Workflow | Ablauf | Geeignet für |
|---|---|---|
| Direktes Cut & Print ohne Laminat | Konturschneiden, passgenaues Drucken und Aushärten im selben Gerät; danach unmittelbar entgittern und applizieren | Etiketten, Decals, Aufkleber, Aktionsgrafiken und konturgeschnittene Kleinserien, deren Nutzung kein Schutzlaminat erfordert |
| Druck, Laminierung und Konturschnitt | Mit Passermarken drucken, ohne Ausgaszeit laminieren, erneut einlegen und die Passermarken für den anschließenden Konturschnitt einlesen | Fahrzeug-, Boden- und Langzeitgrafiken sowie mechanisch oder chemisch stärker beanspruchte Anwendungen |
Der besondere Vorteil des Schnitts vor der thermischen Druckaushärtung gilt für den direkten Cut-&-Print-Workflow ohne Laminierung. Muss ein Schutzlaminat aufgebracht werden, erfolgt der Konturschnitt nach dem Laminieren anhand gedruckter Passermarken. Dieser Ablauf kann auf der AG-640 oder bei höheren Schneidevolumen auf einem unterstützten separaten Schneideplotter ausgeführt werden.
Kerndaten der Roland TrueVIS AG-640
| Gerätekonzept | 64-Zoll-Latex-Druck- und Schneideplotter mit integriertem Konturschnitt |
|---|---|
| Maximale Druck- und Schneidebreite | 1.600 mm |
| Direkter Kombinationsworkflow | Cut & Print: Konturschnitt vor dem Druck |
| Drucktechnologie | Piezo-Tintenstrahlverfahren mit variablen Tröpfchengrößen |
| Druckkopfsystem | Zwei langlebige Piezo-Druckköpfe: ein Druckkopf für die Farbtinten und ein separater Druckkopf für den Optimizer |
| Tintensystem | TA2-Latextinte und Optimizer in 750-ml-Beuteln; insgesamt zehn Tintenschächte |
| Maximale Druckauflösung | 1.200 dpi |
| Schnittgeschwindigkeit | 10 bis 300 mm/s |
| Weiterverarbeitung | Nach vollständiger Aushärtung ohne zusätzliche Ausgaszeit weiterverarbeitbar und bei Bedarf sofort laminierbar |
Zwei Tintenkonfigurationen mit jeweils zehn Tintenschächten
Die Tintenkonfiguration wird passend zum künftigen Anwendungsschwerpunkt festgelegt. Beide Varianten verwenden zwei Optimizer-Beutel.
| Konfiguration | Belegung der zehn Tintenschächte | Anwendungsschwerpunkt |
|---|---|---|
| Sieben Farben mit Weiß | CMYK + Orange + Rot + 2 × Weiß + 2 × Optimizer | Erweiterter Farbraum, kräftige Markenfarben und hochdeckender Weißdruck auf transparenten oder farbigen Medien |
| Doppelte CMYK-Bestückung | 2 × CMYK + 2 × Optimizer | Produktiv ausgerichtete Standardproduktion mit hoher Verfügbarkeit der vier Prozessfarben |
Typische Anwendungen
- Etiketten, Decals, Aufkleber und konturgeschnittene Kleinserien
- Fahrzeugbeschriftungen, Teil- und Vollfolierungen sowie Anwendungen im Motorsport
- Fenster- und Glasgrafiken, mit Siebenfarbkonfiguration auch mit Weiß
- Schilder, Plakate, Banner und Displaygrafiken
- Messe-, Ausstellungs-, Wand- und Innenraumgrafiken
- Mehrteilige Fotowände, Tapetenbahnen, Paneele und spätere Nachdrucke
Integriertes Cut & Print
Unlaminierte Konturschnittprodukte entstehen ohne Medienübergabe an ein zweites Gerät. Der Schnitt vor dem Druck unterstützt eine präzise Registrierung bei wärmeempfindlichen Folien.
Langlebige Piezo-Druckköpfe
Die Druckköpfe sind nicht für einen turnusmäßigen Austausch durch den Bediener vorgesehen. Das reduziert planmäßige Produktionsunterbrechungen.
Geringere thermische Medienbelastung
Die abgestimmte Aushärtung kann temperaturbedingte Dimensionsänderungen geeigneter Folien begrenzen und verbessert die Voraussetzungen für mehrbahnige Verklebungen.
Sofortige Weiterverarbeitung
Nach dem vorgesehenen Aushärtungsprozess können die Drucke ohne zusätzliche Ausgaszeit weiterverarbeitet, verklebt und bei Bedarf unmittelbar laminiert werden.
Geprüfte Emissionseigenschaften für Innenräume
Eine von der eco-INSTITUT Germany GmbH geprüfte AG-640-Druckprobe erfüllt die Emissionsanforderungen des AgBB-Schemas 2024. In der französischen VOC-Klassifizierung erreichte die geprüfte Druckprobe A+, die höchste Emissionsklasse.
Die Bewertungen beziehen sich auf die jeweils geprüfte Druckprobe, nicht pauschal auf jeden möglichen Materialverbund.
Integriertes Latex Print & Cut als entscheidender Unterschied
Die Roland TrueVIS AG-640 ist nicht nur ein Latexdrucker mit zusätzlicher Schneidefunktion. Ihr integrierter Cut-&-Print-Prozess wurde auf die besonderen thermischen Bedingungen wasserbasierter Latextinten abgestimmt: Bei kombinierten Aufträgen schneidet das System zuerst und druckt danach passgenau in die bereits angelegten Konturen.
Damit kombiniert die AG-640 zwei Produktionsschritte, für die bei reinen Latexdruckern ein zusätzlicher Schneideplotter benötigt wird. Der direkte Workflow richtet sich vor allem an unlaminierte Etiketten, Decals, Aufkleber und konturgeschnittene Kleinserien. Für Anwendungen mit Schutzlaminat bleibt ein separater Druck-Laminier-Schnitt-Ablauf möglich.
Cut & Print: Konturschnitt vor der Druckaushärtung
Wasserbasierte Polymer-Tinten müssen thermisch ausgehärtet werden. Dabei können sich dünne oder wärmeempfindliche Medien abhängig von Material, Profil und Temperatur ausdehnen, zusammenziehen oder wölben. Bei einem nachträglichen Schnitt kann eine solche Dimensionsänderung die Passung zwischen Druckbild und Kontur beeinflussen.
Die AG-640 führt den Konturschnitt deshalb zunächst bei reduzierter Temperatur aus. Anschließend stellt sie die erforderlichen Druck- und Aushärtungsbedingungen her, registriert das Druckbild auf den bereits geschnittenen Konturen und druckt den Auftrag. Die Schnittgeometrie wird somit festgelegt, bevor die höhere thermische Belastung der Druckaushärtung auf das Medium einwirkt.
Dieser Ablauf reduziert das Risiko, dass temperaturbedingtes Schrumpfen, Dehnen oder Wölben die Schnittregistrierung beeinträchtigt. Das unterstützt saubere Konturen bei Etiketten, Decals, Aufklebern und anderen formgeschnittenen Grafiken. Eine absolute Dimensionsstabilität kann dennoch nicht für jedes Medium garantiert werden; entscheidend bleiben ein geeignetes Profil, korrekte Tintenbegrenzung und ein Anwendungstest mit dem Originalmaterial.

Direktworkflow oder Laminierung: der passende Ablauf zur Anwendung
| Produktionsweg | Arbeitsschritte | Besonderer Nutzen |
|---|---|---|
| Direktes Cut & Print ohne Laminat | Konturschnitt bei reduzierter Temperatur → Ausrichtung des Druckbilds → Druck und Aushärtung → Entgittern und Applizieren | Kein Medienwechsel zwischen Drucker und Schneideplotter; kurze Wege für unlaminierte Etiketten, Decals, Aufkleber und Kleinserien |
| Druck, Laminierung und Konturschnitt | Druck mit Passermarken → sofortige Laminierung ohne Ausgaszeit → erneutes Einlegen → Passermarkenerkennung und Konturschnitt | Zusätzlicher Schutz für Fahrzeug-, Boden-, Langzeit- und stark beanspruchte Grafiken |
| Getrennter Hochleistungsworkflow | Druck auf der AG-640 → gegebenenfalls Laminierung → Ausgabe des Schnittjobs an einen unterstützten separaten Schneideplotter | Parallele Produktion bei hohem Schneidevolumen oder zur Entlastung des Drucksystems |
Der thermische Vorteil des Schnitts vor dem Druck betrifft den direkten Cut-&-Print-Ablauf. Bei einer Laminierung muss der Konturschnitt anschließend durch das Laminat erfolgen. VersaWorks 7 kann hierfür Passermarken ausgeben; nach dem erneuten Einlegen erkennt das System die Marken und richtet den Schnittjob daran aus.
Konturschnitt und Trennmesser sind unterschiedliche Funktionen: Der integrierte Konturschnitt folgt den Vektorlinien des Motivs. Das mitgelieferte Trennmesser trennt dagegen lediglich den fertigen Medienabschnitt quer von der Rolle.
Anwendungen mit erweitertem Spielraum
Die Kombination aus Latexdruck, direktem Cut & Print, Orange, Rot und Weiß eröffnet ein breites Spektrum von konturgeschnittenen Kleinserien bis zu großformatigen, farbkritischen Produktionen.







Zwei Tintenkonfigurationen für unterschiedliche Geschäftsmodelle
Die AG-640 besitzt zehn Tintenschächte. Die Belegung wird passend zum Produktionsschwerpunkt festgelegt:
- Sieben Farben mit Weiß: CMYK + Orange + Rot + 2 × Weiß + 2 × Optimizer
- Doppelte CMYK-Bestückung: 2 × CMYK + 2 × Optimizer
Die Siebenfarbkonfiguration erweitert den Farbraum, verbessert kräftige Marken-, Signal- und Sonderfarben und ermöglicht hochdeckenden Weißdruck auf transparenten oder farbigen Medien. Die doppelte CMYK-Bestückung richtet sich an eine produktiv ausgerichtete Standardproduktion mit hoher Verfügbarkeit der vier Prozessfarben.
Ein abfallfreies Umlaufsystem unterstützt die Verfügbarkeit der pigmentreichen Weißtinte, unabhängig davon, ob sie regelmäßig oder nur gelegentlich eingesetzt wird. Weiß bleibt dennoch eine Spezialtinte, deren automatische und manuelle Pflege beachtet werden muss.
Langlebige Piezo-Druckköpfe für konsistente Serienproduktion
Die AG-640 arbeitet mit zwei langlebig ausgelegten Piezo-Druckköpfen: einem Kopf für die Farbtinten und einem separaten Kopf für den Optimizer. Die Tröpfchen werden mechanisch und ohne thermische Erzeugung im Druckkopf ausgestoßen.
Die Druckköpfe sind nicht als regelmäßig nach einem festgelegten Tintenvolumen auszutauschendes Verbrauchsmaterial konzipiert. Ein Austausch richtet sich nach dem tatsächlichen technischen Zustand und dem Servicebedarf. Das reduziert planmäßige Produktionsunterbrechungen und den wiederkehrenden Kalibrierungsaufwand.
Gerade bei Fotowänden, Tapetenbahnen, mehrteiligen Bannern, Flottenbeschriftungen und späteren Nachdrucken entfällt damit ein planmäßiger Druckkopfwechsel als zusätzlicher Risikopunkt innerhalb einer zusammengehörenden Produktion. Für farbkritische Ergebnisse bleiben Medienprofil, Materialcharge, Raumklima und kontrolliertes Farbmanagement weiterhin entscheidend.


Erweiterter Farbraum durch Orange und Rot
Die Siebenfarbkonfiguration ergänzt CMYK um Orange, Rot und Weiß. Orange und Rot erweitern den darstellbaren Farbraum sichtbar über eine reine CMYK-Konfiguration hinaus und verbessern insbesondere die Wiedergabe kräftiger Marken-, Signal- und Sonderfarben.
Das Diagramm vergleicht den Farbraum der AG-640 mit CMYK, Orange und Rot mit der reinen CMYK-Konfiguration und einem marktüblichen Latexdrucksystem. Ein hochdichtes Schwarz unterstützt zusätzlich Kontrast, Bildtiefe und klar gezeichnete Schattenbereiche.
Präzise Tintensteuerung für feine Details und Schnittkanten
Separate Farb- und Optimizer-Kanäle, drei variable Tröpfchengrößen und eine präzise Punktplatzierung geben der AG-640 eine differenzierte Kontrolle über den Tintenauftrag. Kleine Tröpfchen unterstützen feine Details, kleine Schriften und klar definierte Grafikkanten; größere Tröpfchen den gleichmäßigen Aufbau dichter Flächen.
Der Optimizer immobilisiert die Farbpigmente kontrolliert auf dem Medium. Zusammen mit einer maximalen Druckauflösung von 1.200 dpi entstehen scharfe Konturen, reduzierte Körnung, gleichmäßigere Vollflächen und weichere Farbverläufe.


Geringere Wärmebelastung und bessere Voraussetzungen für passgenaue Bahnen
Starker Temperatureintrag kann dünne Selbstklebefolien, Banner und andere thermisch empfindliche Medien während der Aushärtung dehnen, schrumpfen oder wellen. Nach dem Abkühlen können daraus Maßabweichungen entstehen, die bei nebeneinander zu montierenden Bahnen besonders sichtbar werden.
TA2-Tinte und Aushärtungssteuerung der AG-640 sind auf eine kontrollierte thermische Verarbeitung geeigneter Medien abgestimmt. Das kann Shrinking und andere temperaturbedingte Dimensionsänderungen begrenzen. Bei Fahrzeugvollverklebungen, Fotowänden, Tapetenbahnen, Flottenbeschriftungen und gekachelten Großgrafiken verbessert dies die Voraussetzungen dafür, dass Motivanschlüsse, Überlappungen und Konturen benachbarter Bahnen zusammenpassen.
Eine vollständige Dimensionsstabilität kann kein Drucksystem für jedes Material garantieren. Entscheidend bleiben identische Materialchargen, gleichbleibende Druckrichtung, konstante Umgebungsbedingungen sowie abgestimmte Tintenbegrenzung, Temperatur und Aufwickelspannung. TECHNOPLOT empfiehlt vor langen oder mehrbahnigen Produktionen einen Maß- und Anwendungstest mit dem vorgesehenen Originalmedium.
Dünne, flexible Tintenschicht für Fahrzeugfolierungen
TA2-Tinte bildet eine dünne, gleichmäßige und weitgehend plane Schicht auf dem Medium. Das Druckbild erzeugt nicht den bewusst erhabenen Schichtaufbau, der bei stärker auftragenden oder mehrschichtigen UV-Anwendungen entstehen kann. Glänzende Folien können ihren Glanz und matte Medien ihren zurückhaltenden Oberflächencharakter weitgehend bewahren; leichte Veränderungen bleiben abhängig von Medium, Profil und Farbauftrag möglich.
Die dünne Tintenschicht unterstützt die Verformbarkeit geeigneter Fahrzeugfolien. In Verbindung mit einer für Vollverklebungen freigegebenen gegossenen Folie und einem dazu passenden Laminat kann sich der Materialverbund auch Sicken, Rundungen und dreidimensionalen Fahrzeugkonturen anpassen. Die tatsächlich erreichbare Dehnung wird immer vom vollständigen System aus Folie, Klebstoff, Druck und Laminat bestimmt.
Damit eignet sich die AG-640 auch für Fahrzeugbeschriftungen im Motorsport. Folie und Laminat müssen dabei passend zu Einsatzdauer, Reinigung, Abrieb, Kraftstoffkontakt und Montagesituation ausgewählt werden.


Sofort weiterverarbeitbar und laminierbar – ohne Ausgaszeit
Das Zusammenspiel aus TA2-Tinte, Optimizer und Trocknereinheit sorgt dafür, dass die Drucke beim Verlassen des vorgesehenen Produktionsprozesses ausgehärtet sind. Eine zusätzliche Ausgasungs- oder Wartezeit vor der Weiterverarbeitung entfällt.
Unlaminierte Cut-&-Print-Produkte können unmittelbar entgittert und appliziert werden. Erfordert die Anwendung einen zusätzlichen mechanischen, chemischen oder langfristigen Schutz, kann der Druck sofort laminiert und anschließend anhand von Passermarken konturgeschnitten werden. Die Verarbeitungsvorgaben des verwendeten Druckmediums, Klebstoffs und Laminats bleiben maßgeblich.
Aus der auf eine kontrollierte Aushärtung abgestimmten Temperaturführung lässt sich kein pauschal niedriger Strombedarf ableiten. Anschlussleistung und Betriebsverbrauch müssen bei der Aufstellungsplanung berücksichtigt werden.
Weniger Leerfläche, Wartezeit und unnötige Medienwege
Ein verbesserter Medienrückzug reduziert unbedruckte Zwischenräume und damit den Materialverlust zwischen Aufträgen. Bei kompatiblen reinen Druckjobs kann die Produktionslogik außerdem aufeinanderfolgende Aufträge verarbeiten, ohne nach jedem Job einen vollständigen Nachhärte- und Medienvorschubzyklus auszuführen.
Ob Jobs unmittelbar kombiniert werden können, hängt unter anderem von Druckmodus, Aushärtungsbedingungen, Kopfhöhe, Weißtinteneinsatz und nachfolgendem Schneideprozess ab. Die Mediensparfunktionen ersetzen deshalb keine saubere Auftragsplanung, können aber wiederkehrende Leerwege und Wartezeiten reduzieren.

Geprüfte Emissionseigenschaften für Innenraumanwendungen
Ein von der eco-INSTITUT Germany GmbH untersuchtes AG-640-Druckmuster erfüllt die Emissionsanforderungen des AgBB-Schemas 2024 und wurde außerdem der französischen VOC-Emissionsklasse A+ zugeordnet. Damit liegen für den geprüften Druckaufbau zwei wichtige Nachweise für emissionsarme Anwendungen in Innenräumen vor.
AgBB-Schema 2024
Das geprüfte AG-640-Druckmuster erfüllt die Anforderungen des Ausschusses zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten. Im Rahmen der Laborprüfung wurden mehr als 200 Verbindungen auf ihre Emissionen in die Raumluft untersucht.
Französische VOC-Emissionsklasse A+
A+ ist die beste Klasse des französischen Kennzeichnungssystems für Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen aus Bau- und Ausstattungsprodukten in die Innenraumluft.
Die Prüfergebnisse beziehen sich auf das unter festgelegten Bedingungen untersuchte Druckmuster. Bei einer fertigen Anwendung beeinflussen zusätzlich Druckmedium, Klebstoff, Laminat, Untergrund und Einbausituation die Eigenschaften des gesamten Materialverbunds.
Software für Druck, Cut & Print und Produktionskontrolle
VersaWorks 7, Roland DG Connect und optional verfügbare VersaWorks Add-ons ergänzen die AG-640 um Werkzeuge für Datenaufbereitung, Farbsteuerung, Konturschnitt und Produktionsüberwachung.

VersaWorks 7
Die RIP-Software übernimmt Auftragsvorbereitung, Medienprofile, Farbmanagement und die Steuerung von Druck- und Schnittdaten. Passermarken unterstützen den Konturschnitt nach dem Laminieren; unterstützte separate Schneidesysteme lassen sich in denselben Produktionsablauf einbinden.

Roland DG Connect
Roland DG Connect stellt Gerätestatus, Produktionsaktivität und ausgewählte Betriebsinformationen zentral bereit. Das unterstützt die laufende Kontrolle und Wartungsplanung, ersetzt jedoch nicht die Auftragsvorbereitung und das Farbmanagement in VersaWorks 7.

VersaWorks Add-ons
Optional verfügbare Add-ons können den Workflow beispielsweise um zusätzliche Warteschlangen, wiederholbare Farbabläufe, Fernfunktionen oder Datensicherung erweitern. Umfang, Lizenzierung und Verfügbarkeit richten sich nach dem jeweils aktuellen Angebot von Roland DG.
Technische Daten der Roland TrueVIS AG-640
Die Roland TrueVIS AG-640 verbindet 64-Zoll-Latexdruck und integrierten Konturschnitt in einem System. Die folgenden Angaben entsprechen dem derzeit veröffentlichten Herstellerstand. Druckleistung, Tintenverbrauch, Schnittqualität und erreichbare Genauigkeit hängen unter anderem von Tintenkonfiguration, Druckmodus, Motiv, Farbdeckung, Medium, Messer, Medienprofil und Umgebungsbedingungen ab.
Integriertes Cut & Print: erst schneiden, dann passgenau drucken
Bei einem kombinierten Cut-&-Print-Auftrag kehrt die AG-640 die von vielen Druck- und Schneidesystemen bekannte Reihenfolge gezielt um: Zuerst wird die in den Druckdaten angelegte Kontur bei geringerer thermischer Belastung des Mediums geschnitten. Danach stellt das System automatisch die für den Latexdruck erforderlichen Bedingungen her und richtet den Druck an den bereits geschnittenen Konturen aus. Laut Roland DG wird die Registrierungsgenauigkeit durch diese Reihenfolge nicht beeinträchtigt.
- VersaWorks 7 erkennt die als Vektorkontur angelegte Sonderfarbe
CutContour. - Die AG-640 führt den Konturschnitt im thermisch günstigeren Zustand des Mediums aus.
- Das System wechselt selbstständig vom Schneide- in den Druckbetrieb.
- Der Druck wird an den zuvor geschnittenen Konturen ausgerichtet und anschließend vollständig ausgehärtet ausgegeben.
Dieser Ablauf unterstützt eine stabile Konturführung, weil der Schnitt erfolgt, bevor die stärkere Wärme des Druck- und Trocknungsprozesses auf das Medium einwirkt. Für Etiketten, Decals, Aufkleber und andere nicht zu laminierende Kleinauflagen entfallen der Transfer der Rolle auf einen separaten Schneideplotter und eine erneute manuelle Ausrichtung.
| Schneideeinheit | Integrierter Konturschnitt mit Roland-CAMM-1-Messern |
|---|---|
| Kombinierter Arbeitsablauf | Cut & Print: Konturschnitt vor dem Druck; anschließende automatische Ausrichtung des Druckbilds an den geschnittenen Konturen |
| Maximale Schnittbreite1 | 1.600 mm |
| Maximale Materialstärke beim Schneiden | 0,4 mm mit Träger/Liner beziehungsweise 0,22 mm ohne Träger |
| Schnittgeschwindigkeit | 10 bis 300 mm/s |
| Schnittkraft2 | 30 bis 500 gf |
| Messertyp | Messer der Roland CAMM-1-Serie |
| Messerversatz | 0,000 bis 1,500 mm |
| Softwareauflösung beim Schneiden | 0,025 mm/Schritt |
| Schneidedaten | Vektorpfade; für geschlossene Konturen im regulären Konturschnitt als exakt benannte, groß-/kleinschreibungsabhängige Sonderfarbe CutContour |
| Trennmesser | Separates Messer zum Abtrennen der fertigen Medienbahn; nicht mit dem integrierten Konturschnitt zu verwechseln |
Direkter Konturschnitt oder Laminierworkflow
| Anwendung | Empfohlener Ablauf |
|---|---|
| Ohne Laminat | Integriertes Cut & Print in einem Auftrag: Die AG-640 schneidet zuerst und druckt anschließend passgenau. Das vollständig ausgehärtete Ergebnis kann direkt entgittert und weiterverarbeitet werden. |
| Mit Laminat | Getrennter Print–Laminieren–Cut-Ablauf: zunächst mit Print&Cut-Passermarken drucken, das Medium unmittelbar laminieren, anschließend wieder einlegen, Passermarken erfassen und im Modus „Nur Schneiden“ konturschneiden. Die Schneideeinstellungen und die Ausrichtung müssen am tatsächlich laminierten Materialverbund geprüft werden. |
Die TA2-Tinte benötigt vor dem Laminieren keine solventtypische Ausgas- oder Wartezeit. „Sofort laminierbar“ ersetzt jedoch nicht die materialabhängige Prüfung von Druckmodus, Trocknung, Laminat, Klebstoff, Messer und Schnittparametern.
Zwei Tintenkonfigurationen für zehn Tintenschächte
Die AG-640 besitzt zehn Tintenschächte für TA2-Beutel mit jeweils 750 ml. Alle zehn Schächte werden belegt. Zur Wahl stehen eine Siebenfarbkonfiguration mit Weiß oder eine auf CMYK-Produktion ausgerichtete Vierfarbkonfiguration mit jeweils doppelter Prozessfarbenbelegung. Der Optimizer belegt in beiden Varianten zwei Schächte und wird nicht als Druckfarbe gezählt.
1. Erweiterter Farbraum mit Weiß
Schachtbelegung:
CMYK + Orange + Rot + 2 × Weiß + 2 × Optimizer
Sieben unterschiedliche Druckfarben für den erweiterten Farbraum, hochdeckende Weißanwendungen sowie Drucke auf transparenten und farbigen Medien. Weiß und Optimizer werden jeweils über zwei 750-ml-Beutel bereitgestellt.
2. Doppelte CMYK-Belegung
Schachtbelegung:
CMYK + CMYK + 2 × Optimizer
Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz werden jeweils doppelt eingesetzt. Diese Konfiguration ist für Produktionen vorgesehen, die ohne Weiß, Orange und Rot auskommen und ihren Schwerpunkt auf den vier Prozessfarben haben.
| Druckverfahren | Piezo-Tintenstrahlverfahren mit separaten Druckköpfen für Farbtinten und Optimizer |
|---|---|
| Medienbreite | 355 bis 1.625 mm |
| Maximale Druckbreite1 | 1.600 mm |
| Maximale Materialstärke beim Drucken | 1,0 mm mit Träger/Liner |
| Maximaler Rollendurchmesser | 250 mm |
| Maximales Rollengewicht | 45 kg |
| Rollenkern | 50,8 mm oder 76,2 mm (2 oder 3 Zoll) |
| Maximale Druckauflösung | 1.200 dpi |
| Maximale Druckgeschwindigkeit3 | Bis zu 18,5 m²/h im Farbdruck ohne Weiß auf generischer Vinylfolie im High-Speed-Modus |
| Tintentyp | Wasserbasierte TA2-Latextinte mit separatem Optimizer |
|---|---|
| Tintenschächte | 10 insgesamt: 8 für TA2-Farbtinte und 2 für TA2-Optimizer |
| Gebindegröße | Jeweils 750 ml pro TA2-Farb- oder Optimizer-Beutel |
| Siebenfarbkonfiguration | 1 × Cyan, 1 × Magenta, 1 × Gelb, 1 × Schwarz, 1 × Orange, 1 × Rot, 2 × Weiß und 2 × Optimizer |
| Vierfarbkonfiguration | 2 × Cyan, 2 × Magenta, 2 × Gelb, 2 × Schwarz und 2 × Optimizer |
| Weißtintensystem | Nur in der Siebenfarbkonfiguration: 2 Weißbeutel und ein abfallfreies Umlaufsystem zur kontinuierlichen Verfügbarkeit der weißen Tinte |
| Druckheizung | Einstellbereich 25 bis 45 °C |
|---|---|
| Trocknereinheit4 | Einstellbereich 70 bis 94 °C |
| Schnittstelle | Ethernet 100BASE-TX/1000BASE-T mit automatischer Umschaltung |
| Stromsparfunktion | Automatischer Schlafmodus |
| Elektrische Nennwerte | Drucker: 200 bis 240 V AC, 50/60 Hz, 3 A Drucker-Steckdosenausgang: 200 bis 240 V AC, 50/60 Hz, 3 A Gebläse 1: 200 bis 240 V AC, 50/60 Hz, 12 A Gebläse 2: 200 bis 240 V AC, 50/60 Hz, 10 A |
| Leistungsaufnahme | Im Betrieb: etwa 4.200 W Im Schlafmodus: etwa 60 W |
Wichtig für die Aufstellungsplanung: Die AG-640 ist kein System für eine einzelne übliche 230-V-Steckdose. Anzahl, Absicherung und Zuordnung der erforderlichen Stromkreise sind vor der Installation anhand der aktuellen Installationsunterlagen und der örtlichen Elektroinstallation zu prüfen.
| Abmessungen (B × T × H) | 3.004 × 866 × 1.412 mm |
|---|---|
| Gewicht | 268 kg |
| Geräuschpegel | Im Betrieb: maximal 70 dB(A) Im Standby: maximal 68 dB(A) |
| Betriebsumgebung | Temperatur: 20 bis 30 °C Relative Luftfeuchtigkeit: 20 bis 80 %, nicht kondensierend |
| Empfohlene Betriebsumgebung | Temperatur: 20 bis 25 °C Relative Luftfeuchtigkeit: 40 bis 60 %, nicht kondensierend |
| Umgebung außer Betrieb | Temperatur: 5 bis 40 °C Relative Luftfeuchtigkeit: 20 bis 80 %, nicht kondensierend |
| Lieferumfang | Spezieller Standfuß, Netzkabel, Trocknereinheit, Medienaufwickelvorrichtung, Medienhalter, Trennmesser, Ersatzklinge, Reinigungsflüssigkeit für die Wartung, Resttintenbehälter, Benutzerhandbuch, VersaWorks 7, Roland DG Connect und weiteres installationsbezogenes Zubehör gemäß aktuellem Lieferumfang |
1 Die mögliche Druck- und Schneidlänge hängt von den Beschränkungen der verwendeten Software ab.
2 500 gf ist die maximale kurzfristige Schnittkraft. Die Einstellung muss an Material, Träger, Laminat, Messer und Anwendung angepasst werden.
3 Herstellerwert für Farbdruck ohne Weiß auf generischer Vinylfolie bei 600 × 600 dpi und fünf Durchläufen. Die tatsächlich erreichbare Produktionsleistung hängt von Material, Profil, Tintenkonfiguration, Druckmodus, Motiv und Aushärtungsbedingungen ab.
4 Nach dem Einschalten ist abhängig von Betriebsumgebung und Medienbreite eine Aufwärmzeit von etwa 5 bis 20 Minuten erforderlich. Unter ungünstigen Bedingungen kann die eingestellte Temperatur möglicherweise nicht vollständig erreicht werden.
Hinweise zum Tintenverbrauch von Inkjet-Druckern: https://www.technoplot.de/service/tintenverbrauch-inkjet-drucker
Systemanforderungen und Aufstellbedingungen der Roland TrueVIS AG-640
Für einen zuverlässigen Druck- und Schneidebetrieb müssen Computer, Datenaufbereitung, VersaWorks 7, Netzwerk, Internetzugang, Stromversorgung, Raumklima und verfügbare Aufstellfläche gemeinsam geplant werden. Die AG-640 wird über Ethernet in das Produktionsnetzwerk eingebunden. VersaWorks 7 und Roland DG Connect gehören zum Softwareumfang.
Systemanforderungen für VersaWorks 7
Die folgenden Angaben entsprechen dem aktuell von Roland DG veröffentlichten Stand. Die höheren Windows-Werte kennzeichnen die empfohlene Arbeitsumgebung der aktuellen VersaWorks-7-Installationsanleitung.
| Komponente | Windows | macOS |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 11 | macOS 26, 15 oder 14 |
| Prozessor | Intel Core i5-4670 oder höher | Apple Silicon Intel-basierte Macs werden nicht unterstützt. |
| Arbeitsspeicher | Mindestens 8 GB RAM 16 GB RAM empfohlen |
Mindestens 8 GB RAM |
| Freier Speicherplatz | Mindestens 128 GB Bei SSD mindestens 256 GB, bei HDD mindestens 500 GB freier Speicher empfohlen |
Mindestens 128 GB |
| Grafikkarte und Display | Mindestens 1.280 × 1.024 Pixel 1.920 × 1.080 Pixel mit 24-Bit-Farbdarstellung empfohlen |
Auflösung von 1.280 × 1.024 Pixeln oder höher |
| Druckerverbindung | Ethernet 100BASE-TX/1000BASE-T | |
| Internetverbindung | Erforderlich | |
| Webbrowser | Aktueller Webbrowser erforderlich | |
| Benutzerkonto | Roland DG Connect-ID erforderlich | |
Datenanforderungen für den integrierten Konturschnitt
VersaWorks 7 kann nur echte Vektorpfade als Schneidelinien erkennen. Eine sichtbare Linie in einem Pixelbild ist keine Schneidekontur. Für den regulären Konturschnitt muss der gewünschte geschlossene Vektorpfad in der Layout- oder Illustrationssoftware als Sonderfarbe CutContour angelegt werden. Die Schreibweise ist groß-/kleinschreibungsabhängig und muss exakt übernommen werden.
- Druckmotiv und Schneidekontur gemeinsam in einer geeigneten Vektordatei, beispielsweise PDF oder EPS, ausgeben.
- Die Kontur als Vektorpfad ohne Flächenfüllung und mit der Sonderfarbe
CutContouranlegen. - Nach dem Import in VersaWorks 7 prüfen, ob die Schneidelinie in der Vorschau als erkannte Kontur erscheint.
- Unbeabsichtigte Vektorpfade dürfen nicht als
CutContourbezeichnet sein; die Option „Alle Pfade schneiden“ nur bewusst einsetzen. - Schneidekontur, Anschnitt und Motivabstand bereits bei der Datenanlage auf Entgitterung, Kleinteiligkeit und Materialeigenschaften abstimmen.
VersaWorks-7-Ablauf für Cut & Print
- Auftrag mit erkannter
CutContour-Linie in VersaWorks 7 öffnen. - Geeignetes Medienprofil und den Betriebsmodus „Cut & Print“ auswählen.
- Schnittgeschwindigkeit, Schnittkraft, Messerversatz und bei Bedarf die Anzahl der Schneidedurchgänge an das Medium anpassen.
- Vor dem Produktionsauftrag einen Testschnitt durchführen und die Print-/Cut-Ausrichtung mit dem vorgesehenen Material prüfen.
- Auftrag starten: Die AG-640 führt zuerst den Konturschnitt aus und beginnt danach automatisch mit dem ausgerichteten Druck.
Im kombinierten Modus „Cut & Print“ sind die Einstellungen für Print&Cut-Passermarken und variable Daten deaktiviert beziehungsweise nicht verfügbar. Für entsprechende Aufträge muss ein geeigneter getrennter Workflow gewählt werden. Funktionen und Bezeichnungen können sich mit VersaWorks-7-Aktualisierungen ändern.
Getrennter Workflow für laminierte Grafiken
TA2-Drucke können nach vollständiger Ausgabe ohne solventtypische Ausgaswartezeit laminiert werden. Da das Laminat nach einem bereits ausgeführten Konturschnitt selbst ungeschnitten bliebe, wird für laminierte Grafiken nicht der direkte Cut-&-Print-Modus verwendet.
- In VersaWorks 7 die Print&Cut-Passermarken aktivieren und den Auftrag im Modus „Nur Drucken“ ausgeben.
- Medium entnehmen und mit dem vorgesehenen Laminat verarbeiten.
- Den laminierten Materialverbund wieder in die AG-640 einlegen; Layout, Skalierung und Position des gespeicherten Auftrags nicht verändern.
- Dieselben Passermarkeneinstellungen verwenden und den Auftrag im Modus „Nur Schneiden“ starten.
- Die AG-640 erfasst die Passermarken, richtet die Schnittdaten aus und schneidet den laminierten Materialverbund.
Wichtig: Klingenaustritt, Schnittkraft, Geschwindigkeit, Messerversatz und Print-/Cut-Korrektur sind am laminierten Material zu prüfen. Ein Testschnitt auf unlaminierter Folie reicht dafür nicht aus.
Kontrolle vor der Produktion
| Testschnitt | Vor jedem neuen Materialverbund und nach Messerwechsel durchführen; Trägerpapier möglichst nicht durchtrennen. |
|---|---|
| Messer und Klingenaustritt | Auf Folie, Materialstärke, Laminat, Kleinteiligkeit und erforderlichen Biegeradius abstimmen. |
| Schnittkraft und Geschwindigkeit | So niedrig beziehungsweise kontrolliert wie möglich einstellen; bei dickeren oder härteren Materialien können mehrere Schneidedurchgänge mit geringerer Kraft geeigneter sein als ein einzelner Schnitt mit hoher Kraft. |
| Print-/Cut-Ausrichtung | Mit dem tatsächlich vorgesehenen Medium und bei laminierter Produktion nach dem Laminieren prüfen und gegebenenfalls korrigieren. |
| Medienvorlauf | Bei längeren Aufträgen einen Vorlauf ausführen, damit die Rolle frei abwickelt und das Medium beim Schneiden nicht unkontrolliert gespannt wird. |
| Aufwickelvorrichtung | Auftragsart, Medienlauf und aktivierte Schneidefunktion vor langen Produktionen kontrollieren. |
Netzwerk und Onlineverbindung
| Druckerschnittstelle | Ethernet 100BASE-TX/1000BASE-T mit automatischer Umschaltung |
|---|---|
| TECHNOPLOT-Netzwerkempfehlung | Kabelgebundene Gigabit-Ethernet-Verbindung zwischen AG-640, Netzwerk und RIP-Arbeitsplatz |
| TECHNOPLOT-IP-Empfehlung | Feste IP-Adresse oder dauerhafte DHCP-Reservierung für den Drucker |
| Internetzugriff | Für Installation, Aktivierung, Software- und Profilaktualisierungen sowie Roland DG Connect erforderlich |
| Firewall und Netzwerksicherheit | VersaWorks 7 und Roland DG Connect müssen innerhalb der betrieblichen Sicherheitsrichtlinien auf das lokale Netzwerk und die erforderlichen Roland-DG-Onlinedienste zugreifen können. |
| Datensicherung | Regelmäßige Sicherung von Druckdaten, Medienprofilen, Warteschlangen und kundenspezifischen Einstellungen empfohlen |
TECHNOPLOT-Empfehlung für den Produktionsbetrieb
- Separater, regelmäßig gewarteter RIP-Arbeitsplatz für die Druck- und Schneideproduktion
- Mindestens 16 GB RAM; 32 GB bei großen, gekachelten oder komplex aufgebauten Druckdaten
- Aktueller leistungsfähiger Mehrkernprozessor und schneller SSD-Speicher mit mindestens 256 GB freiem Arbeitsbereich für RIP- und Auftragsdaten
- Kabelgebundene Gigabit-Netzwerkverbindung mit fester IP-Zuordnung oder DHCP-Reservierung
- Aktuelles, vollständig unterstütztes Betriebssystem sowie abgestimmte VersaWorks- und Sicherheitsupdates
- Full-HD-Auflösung oder höher und für farbkritische Produktionen ein geeigneter, regelmäßig kalibrierter Monitor
- Regelmäßige Sicherung wichtiger Profile, Einstellungen und Produktionsdaten
Aufstellfläche, Transportweg und Bedienzugang
Die AG-640 selbst misst 3.004 × 866 × 1.412 mm und wiegt 268 kg. Zusätzlich zur reinen Gerätefläche wird Arbeitsraum für das Einlegen und Entnehmen der Medien, die Aufwickelvorrichtung, Bedienung, Reinigung, Wartung und den Zugang zur rückseitigen Trocknereinheit benötigt.
Vor der Lieferung müssen Zufahrt, Türen, Aufzug, Treppen, Bodenbelastbarkeit und der vollständige Transportweg geprüft werden. Der Drucker benötigt einen ebenen, stabilen und ausreichend tragfähigen Untergrund. Die endgültige Aufstellfläche und erforderliche Zugangsabstände werden anhand der zum Lieferzeitpunkt aktuellen Installationsunterlagen und der örtlichen Raumsituation festgelegt.
Elektrische Voraussetzungen
Die AG-640 arbeitet mit 200 bis 240 V Wechselspannung. Drucker und Gebläseeinheiten besitzen unterschiedliche elektrische Nennwerte; die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems kann im Betrieb etwa 4.200 W erreichen. Das System ist daher nicht für die ungeprüfte Versorgung über eine einzelne übliche Steckdose vorgesehen.
Anzahl, Aufteilung, Absicherung und Position der benötigten Anschlüsse müssen vor der Installation anhand der aktuellen Roland-DG-Installationsunterlagen und der vorhandenen Elektroinstallation durch eine Elektrofachkraft festgelegt werden. Verlängerungsleitungen, Mehrfachsteckdosen oder gemeinsam mit anderen leistungsstarken Verbrauchern genutzte Stromkreise sollten nicht als dauerhafte Versorgung eingeplant werden.
Raumklima und Produktionsumgebung
Roland DG empfiehlt für eine möglichst gleichbleibende Druck- und Schnittqualität eine Raumtemperatur von 20 bis 25 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %, jeweils ohne Kondensation. Das Raumklima sollte während der Produktion möglichst stabil bleiben.
Direkte Sonneneinstrahlung, starke Zugluft, große Temperaturwechsel und erhöhte Staubbelastung können Medienlauf, Trocknung, Tintensystem, Schnittgenauigkeit und Druckqualität beeinträchtigen. Wegen der Trocknerleistung muss außerdem die entstehende Wärme bei der Raum- und Klimaplanung berücksichtigt werden.
Installationshinweis: Die genannten Werte sind Herstellerangaben und Empfehlungen. Unterstützte Betriebssystemversionen, Softwarefunktionen sowie Installations- und Anschlussvorgaben können sich durch Aktualisierungen ändern. Vor einer Neuinstallation, einem Betriebssystemupdate, einem Rechnerwechsel oder der Maschinenaufstellung müssen deshalb der aktuelle Freigabestand und die zum Installationstermin gültigen Unterlagen geprüft werden.
Zubehör und Verbrauchsmaterialien für die Roland TrueVIS AG-640
Für die AG-640 stehen TA2-Latextinten, Optimizer, Reinigungsflüssigkeit sowie unterschiedliche Schneidemesser und Messerhalter zur Verfügung. Die benötigte Tintenausstattung richtet sich nach der bei der Installation festgelegten Konfiguration. Für integrierte Cut-&-Print-Aufträge gehören außerdem ein zum Material passendes Messer und korrekt eingestellte Schneideparameter zum produktiven Gesamtworkflow.
TA2-Tinten, Optimizer und Reinigungsflüssigkeit
| Artikelnummer | Beschreibung |
|---|---|
| TA2-CY | TA2-Latextinte Cyan, 750-ml-Beutel |
| TA2-MG | TA2-Latextinte Magenta, 750-ml-Beutel |
| TA2-YE | TA2-Latextinte Gelb, 750-ml-Beutel |
| TA2-BK | TA2-Latextinte Schwarz, 750-ml-Beutel |
| TA2-OR | TA2-Latextinte Orange, 750-ml-Beutel |
| TA2-RE | TA2-Latextinte Rot, 750-ml-Beutel |
| TA2-WH | TA2-Latextinte Weiß, 750-ml-Beutel |
| TA2-OP | TA2-Optimizer, 750-ml-Beutel |
| TA2-CL | TA2-Reinigungsflüssigkeit, 750-ml-Beutel |
Belegung der zehn Tintenschächte
| Tintenkonfiguration | Erforderliche Belegung |
|---|---|
| Sieben Farben mit Weiß | 1 × Cyan, 1 × Magenta, 1 × Gelb, 1 × Schwarz, 1 × Orange, 1 × Rot, 2 × Weiß und 2 × Optimizer |
| Doppelte CMYK-Bestückung | 2 × Cyan, 2 × Magenta, 2 × Gelb, 2 × Schwarz und 2 × Optimizer |
Die Reinigungsflüssigkeit TA2-CL ist ein separates Wartungsverbrauchsmaterial und belegt keinen Tintenschacht. Die Tintenkonfiguration sollte vor der Bestellung anhand der vorgesehenen Anwendungen festgelegt werden.
Schneidemesser und Messerhalter für Cut & Print
| Artikelnummer | Beschreibung |
|---|---|
| ZEC-U5032 | Schneidemesser für gängige Sign-Vinylfolien, 2 Stück |
| ZEC-U5025 | Schneidemesser für dicke, reflektierende und fluoreszierende Folien sowie gängige Sign-Vinylfolien, 5 Stück |
| XD-CH3 | Kunststoff-Messerhalter mit Einstellung des Klingenaustritts |
| XD-CH4-BL | Aluminium-Messerhalter mit Einstellung des Klingenaustritts |
Die Auswahl von Messer, Messerhalter, Klingenaustritt, Schnittkraft, Geschwindigkeit und Anzahl der Schneidedurchgänge richtet sich nach Folie, Trägermaterial, Laminat und Motivgröße. Vor der Produktion ist ein Testschnitt mit dem tatsächlich vorgesehenen Materialverbund erforderlich. Bei einem laminierten Auftrag muss dieser Testschnitt nach dem Laminieren erfolgen.
Zubehör für den Laminier- und Konturschnittworkflow
Ein Laminator und anwendungsgerechte Schutzlaminate sind nicht Bestandteil des Lieferumfangs der AG-640. Sie werden benötigt, wenn Fahrzeugfolierungen, stark mechanisch beanspruchte Grafiken oder andere Anwendungen zusätzlich geschützt werden sollen. TA2-Drucke können ohne solventtypische Ausgaswartezeit weiterverarbeitet und laminiert werden.
| Produktionsweg | Benötigte Ausstattung und Einstellung |
|---|---|
| Direktes Cut & Print ohne Laminat | Passendes CAMM-1-Messer und Messerhalter; korrekt eingestellte Schnittkraft, Geschwindigkeit und Messerversatz. Die AG-640 schneidet zuerst und druckt danach passgenau. |
| Druck, Laminat und anschließender Konturschnitt | Geeigneter Laminator, zum Druckmedium passendes Laminat, Print&Cut-Passermarken sowie neu ermittelte Schneideparameter für den gesamten laminierten Materialverbund. Nach dem Laminieren wird das Medium erneut in die AG-640 eingelegt und über die Passermarken ausgerichtet. |
| Höhere Schneidevolumen | Je nach Auftragsstruktur kann ein separater, von VersaWorks unterstützter Schneideplotter den integrierten Konturschnitt ergänzen. Die konkrete Geräte- und Softwarekompatibilität ist vor der Planung zu prüfen. |
Bereits im Lieferumfang enthalten
- Spezieller Standfuß und Netzkabel
- Trockner und Medien-Aufwickelvorrichtung
- Medienhalter
- Trennmesser und Ersatzklinge zum Abtrennen der Medienbahn
- Reinigungsflüssigkeitsflasche für die Wartung und Resttintenbehälter
- Benutzerhandbuch
- VersaWorks 7 und Roland DG Connect
Das mitgelieferte Trennmesser dient dem Quertrennen der ausgegebenen Medienbahn. Für den integrierten Konturschnitt werden ein CAMM-1-Schneidemesser und ein geeigneter Messerhalter verwendet; deren Lieferumfang beziehungsweise benötigte zusätzliche Bestellung wird vor Angebot und Installation geprüft.
Hinweis: Verfügbarkeit, Verpackungseinheiten und regionale Freigaben können sich ändern. Vor der Bestellung werden Tintenkonfiguration, benötigte Stückzahlen, Laminierworkflow und die Eignung der Schneidwerkzeuge für die vorgesehene Anwendung geprüft.
Beratung zur Roland TrueVIS AG-640
Die AG-640 sollte nicht allein anhand von Druckgeschwindigkeit, Farbanzahl oder der Bezeichnung „Latex“ ausgewählt werden. Entscheidend ist, wie integrierter Konturschnitt, Tintenkonfiguration, Medien, Aushärtung, Laminierung, Farbmanagement und Auftragsvolumen im tatsächlichen Produktionsablauf zusammenspielen.
TECHNOPLOT betrachtet deshalb den vollständigen Weg vom Druck- und Schneidedatensatz über Folie, Optimizer und Tinte bis zu Laminat, Verklebung, Wiederholauftrag und langfristigem Service.
Latex oder Resin: Entscheidend ist das technische Gesamtsystem
Roland führt die AG-640 entsprechend der etablierten Marktbezeichnung als Latex-Druck- und Schneideplotter. Die wasserbasierte TA2-Tinte gehört technisch zur Familie polymer- beziehungsweise harzbasierter Tintensysteme. Die Begriffe Latex und Resin beschreiben damit verwandte technologische Ansätze, bedeuten aber nicht, dass alle entsprechend bezeichneten Systeme technisch gleich aufgebaut sind.
Für die betriebliche Bewertung sind Druckkopftechnologie, Optimizer, Tröpfchensteuerung, Tintenrezeptur, Temperaturführung, Medienbewegung und Weiterverarbeitung maßgeblich. Die AG-640 verbindet langlebige Piezo-Druckköpfe, TA2-Tinte und kontrollierte Aushärtung mit einem integrierten Konturschnitt. Gerade diese Kombination unterscheidet sie von reinen Latexdruckern.
Print & Cut als Geräteklasse – Cut & Print als direkter Ablauf
Das zentrale Unterscheidungsmerkmal der AG-640 ist die Verbindung von Latexdruck und Konturschnitt in einem System. Im direkten, nicht laminierten Workflow arbeitet die Maschine in der Reihenfolge erst schneiden, dann drucken und aushärten. Die Konturen werden zunächst bei geringerer thermischer Belastung geschnitten. Anschließend richtet das System die Druckdaten an diesen bereits angelegten Konturen aus und führt den Latex-Druck- und Aushärtungsprozess aus.
Diese Cut-&-Print-Reihenfolge legt die Schnittkontur fest, bevor der höhere Temperatureintrag des Druck- und Aushärtungsprozesses das Medium beeinflussen kann. Bei geeigneten dünnen oder wärmeempfindlichen Folien kann dies das Risiko thermisch bedingter Passerabweichungen zwischen Druck und Schnitt reduzieren. Die tatsächliche Genauigkeit hängt weiterhin von Material, Profil, Schnittdaten, Messerzustand, Medienführung und Umgebungsbedingungen ab.
Der integrierte Ablauf eignet sich besonders für unlaminierte Aufkleber, Etiketten, Decals, Kennzeichnungen und Kleinserien: Material einlegen, Druck- und Schnittdaten gemeinsam ausgeben und den Auftrag ohne Wechsel zu einem zweiten Gerät bearbeiten. Das spart Zuordnungsschritte und Stellfläche und verringert die Gefahr, dass Druck- und Schneidedaten verschiedener Aufträge verwechselt werden.
Direktproduktion, Laminierung und separater Schneideplotter
Für nicht laminierte Anwendungen wird der beschriebene Cut-&-Print-Ablauf direkt in der AG-640 ausgeführt. Soll der Druck laminiert werden, ist ein anderer Prozess erforderlich: zunächst mit Passermarken drucken, nach vollständiger Aushärtung ohne zusätzliche Ausgaszeit laminieren, das Material erneut einlegen, die Marken einlesen und anschließend konturschneiden. Der Vorteil des Schneidens vor dem Druck gilt für diesen Laminierworkflow daher nicht in gleicher Weise.
Bei hohen Stückzahlen oder einem großen Schneideanteil kann ein separater Schneideplotter wirtschaftlicher sein. Dann kann die AG-640 bereits den nächsten Auftrag drucken, während ein zweites System den vorherigen Job schneidet. TECHNOPLOT bewertet Auftragsgrößen, Konturkomplexität, Laminieranteil, Durchsatz und vorhandene Weiterverarbeitung und empfiehlt darauf abgestimmt den integrierten oder getrennten Produktionsweg.
Die richtige Tintenkonfiguration für zehn Tintenschächte
Die AG-640 besitzt zehn Tintenschächte und ist in zwei klar unterschiedlich ausgerichteten Konfigurationen verfügbar. Die Auswahl sollte vor der Inbetriebnahme anhand des erwarteten Auftragsmixes erfolgen. Eine spätere Umrüstung ist kein gewöhnlicher Bedienvorgang und muss hinsichtlich technischer Machbarkeit, Aufwand und Servicebedarf gesondert geprüft werden.
| Konfiguration | Bestückung der zehn Schächte | Beratungsschwerpunkt |
|---|---|---|
| Sieben Farben mit Weiß | CMYK + Orange + Rot + 2 × Weiß + 2 × Optimizer | Für erweiterten Farbraum, kräftige Marken- und Signalfarben, hochdeckenden Weißdruck sowie transparente und farbige Medien. Zu berücksichtigen sind der tatsächliche Weißbedarf, die Pflegeabläufe und die anwendungsabhängige Produktionsleistung. |
| Doppelte CMYK-Bestückung | 2 × CMYK + 2 × Optimizer | Für produktiv ausgerichtete CMYK-Standardproduktion ohne Orange, Rot und Weiß. Sinnvoll, wenn überwiegend Schilder, Banner, Folien und andere Anwendungen ohne Sonderfarben produziert werden. |
Die Siebenfarben-Konfiguration ist nicht automatisch für jeden Betrieb die bessere Wahl. Orange, Rot und zwei Weißbeutel eröffnen zusätzliche Anwendungen und Farbmöglichkeiten, während die doppelte CMYK-Bestückung auf die produktive Standardproduktion ausgerichtet ist. TECHNOPLOT wertet typische Motive, Auftragsanteile, benötigte Hausfarben und den wirtschaftlich sinnvollen Einsatz der Weißtinte vor der Konfigurationsentscheidung aus.
Piezo-Druckköpfe, Produktionsunterbrechungen und Farbkonstanz
Die zwei Piezo-Druckköpfe der AG-640 sind langlebig ausgelegt und nicht als nach einem festgelegten Tintenverbrauch turnusmäßig vom Anwender auszutauschendes Verbrauchsmaterial konzipiert. Damit entfällt ein planmäßiger Druckkopfwechsel als wiederkehrende Unterbrechung innerhalb einer laufenden Produktion. Das ist besonders bei Fotowänden, Tapetenbahnen, Fahrzeugflotten, mehrteiligen Bannern und späteren Nachdrucken relevant.
Ein langlebiger Druckkopf ist jedoch weder wartungsfrei noch eine alleinige Garantie für Farbgleichheit. Düsenstatus, Medienprofil, Tintenbegrenzung, Materialcharge, Druckrichtung, Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit und Medienführung beeinflussen das Ergebnis weiterhin. Für farbkritische Aufträge empfiehlt TECHNOPLOT deshalb dokumentierte Produktionsbedingungen, regelmäßige Düsentests, geeignete Kontrollfelder und eine messtechnische Qualitätskontrolle.
Wärmebelastung, Schrumpfung und mehrbahnige Produktionen
Wasserbasierte Polymer-Tinten benötigen Wärme, damit das Wasser verdampft und die Bindemittel einen belastbaren Farbfilm bilden. Der Temperatureintrag kann dünne Folien, Banner und andere empfindliche Medien während des Drucks ausdehnen, zusammenziehen oder wellen. Nach dem Abkühlen können daraus Maßabweichungen entstehen, die bei nebeneinander zu verklebenden Bahnen besonders auffallen.
Roland DG hebt für die AG-640 niedrigere Aushärtungstemperaturen gegenüber konventionellen Latexdruckkonzepten hervor. Das kann thermisch bedingte Dimensionsänderungen geeigneter Medien begrenzen und verbessert die Voraussetzungen für passgenaue Anschlüsse bei Fahrzeugfolierungen, Fotowänden, Tapetenbahnen und gekachelten Großgrafiken. Eine vollständige Maßhaltigkeit oder absatzfreie Verklebung für jedes Material kann daraus nicht abgeleitet werden.
Für mehrbahnige Arbeiten müssen Druckrichtung, Materialcharge, Profil, Temperatur, Aufwickelspannung und Umgebungsbedingungen möglichst konstant gehalten werden. Vor umfangreichen Produktionen prüfen wir das vorgesehene Originalmedium auf Längen- und Breitenänderung während Druck, Aushärtung und Abkühlung.
Car Wrapping, tiefe Sicken und Motorsportanwendungen
Die TA2-Tinte bildet einen dünnen, flexiblen und weitgehend mit der Medienoberfläche verlaufenden Farbfilm. Sie erzeugt keinen bewusst erhabenen Reliefaufbau wie ein mehrlagiger Strukturdruck und verändert den ursprünglichen Materialcharakter in der Regel weniger stark als dickere Farbschichten. Das unterstützt die Verformbarkeit geeigneter Fahrzeugfolien bei Rundungen, Kanten und Sicken.
Die tatsächlich erreichbare Dehnung wird jedoch immer vom vollständigen Verbund aus Folie, Klebstoff, Druck und gegebenenfalls Laminat bestimmt. Für Vollverklebungen sollten ausschließlich dafür freigegebene gegossene Folien und abgestimmte Laminate eingesetzt werden. Vor kritischen Verklebungen empfiehlt sich ein Dehnungs- und Rückstelltest mit dem Originalmaterial, bei dem unter anderem Farbveränderung, Weißbruch, Haftung, Schrumpfung, Kantenstabilität und das Verhalten in tiefen Sicken beurteilt werden.
Motorsportanwendungen stellen zusätzliche Anforderungen durch Abrieb, häufige Reinigung, Kraftstoff- und Chemikalienkontakt, hohe Oberflächentemperaturen und kurze Reparaturzeiten. TECHNOPLOT berücksichtigt diese Belastungen bei der Auswahl von Folie, Laminat und Produktionsparametern und empfiehlt vor Serien- oder Flottenaufträgen einen anwendungsnahen Testaufbau.
Sofortige Weiterverarbeitung und Entscheidung über Laminierung
Nach vollständiger Aushärtung im vorgesehenen Druckmodus benötigen TA2-Drucke keine zusätzliche Ausgaszeit. Sie können ohne die bei lösemittelhaltigen Drucken übliche Wartezeit weiterverarbeitet, verklebt und bei Bedarf sofort laminiert werden. Das verkürzt die Durchlaufzeit bei kurzfristigen Montage-, Fahrzeug- und Veranstaltungsaufträgen.
Ob ein Laminat erforderlich ist, hängt von Einsatzdauer, mechanischer Beanspruchung, Reinigung, UV-Belastung, Chemikalienkontakt, gewünschtem Glanzgrad und den Garantiebedingungen des Medienherstellers ab. Für Fahrzeugvollverklebungen und stark beanspruchte Außenanwendungen bleibt ein geeignetes Schutzlaminat in vielen Fällen sinnvoll oder erforderlich.
Die dünne Tintenschicht erhält den ursprünglichen Oberflächencharakter des Mediums weitgehend. Matte Folien bleiben optisch zurückhaltend und glänzende Medien können ihren Glanz bewahren. Abhängig von Medium, Profil und Farbdeckung sind Veränderungen des Oberflächenfinishs dennoch möglich.
Beratung zum Einsatz der weißen TA2-Tinte
Die Siebenfarben-Konfiguration verwendet zwei 750-ml-Beutel Weißtinte. Damit lassen sich transparente und farbige Medien hinterdrucken, Motive sperren und mehrschichtige Fenster- oder Displaygrafiken aufbauen. Das abfallfreie Umlaufsystem hält die pigmentreiche Weißtinte in Bewegung und unterstützt ihre Einsatzbereitschaft auch bei unregelmäßiger Nutzung.
Weiß bleibt dennoch eine Spezialtinte mit höherem Pflegebedarf als konventionelle Prozessfarben. Für die automatische Tintensystempflege sind die jeweils aktuellen Herstellerangaben zu Stromversorgung und Wartungsabläufen einzuhalten. Je nach Nutzung und Stillstandszeit können zusätzliche Reinigungs- und Spülvorgänge erforderlich werden. Seltene Weißnutzung, Produktionspausen, Pflegeaufwand und zusätzlicher Tintenverbrauch sollten daher bereits bei der Investitionsentscheidung berücksichtigt werden.
TECHNOPLOT prüft anhand Ihrer Anwendungen, ob die zusätzliche Wertschöpfung durch Weißdruck den laufenden Pflege- und Produktionsaufwand rechtfertigt oder ob die doppelte CMYK-Konfiguration wirtschaftlich besser passt.
Nachweise für Innenraumanwendungen richtig einordnen
Eine von der eco-INSTITUT Germany GmbH untersuchte AG-640-Druckprobe erfüllt die Emissionsanforderungen des AgBB-Schemas 2024 und wurde in der französischen VOC-Klassifizierung mit A+ bewertet. Diese Ergebnisse sind wichtige Nachweise für emissionsarme Innenraumanwendungen, beziehen sich jedoch auf den jeweils geprüften Druckaufbau.
Bei einem fertigen Produkt beeinflussen zusätzlich Druckmedium, Klebstoff, Laminat, Untergrund und Einbausituation die Eigenschaften des gesamten Materialverbunds. Für Ausschreibungen, Schulen, medizinische Einrichtungen, Ladenbau oder andere sensible Einsatzbereiche prüfen wir deshalb die konkret geforderten Nachweise und den jeweils aktuellen Zertifizierungsstand.
Farbmanagement, Markenfarben und spätere Nachdrucke
Orange und Rot erweitern den darstellbaren Farbraum der Siebenfarben-Konfiguration. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jede Haus-, Marken- oder Sonderfarbe ohne Anpassung getroffen wird. Entscheidend sind geeignetes Medium, korrekte Tintenbegrenzung, ein passendes ICC-Profil und kontrollierte Produktionsbedingungen.
TECHNOPLOT kann vorhandene Profile prüfen, individuelle Medienprofile erstellen und farbkritische Motive messtechnisch bewerten. Für wiederkehrende Produktionen dokumentieren wir auf Wunsch Medienbezeichnung und Charge, Druckmodus, Profil, Farbkorrekturen, Umgebungsbedingungen und Weiterverarbeitung. Diese Prozessdaten sind für verlässliche Nachdrucke ebenso wichtig wie das langlebige Druckkopfsystem.
Wirtschaftlichkeit realistisch berechnen
Die Wirtschaftlichkeit der AG-640 ergibt sich nicht aus einem einzelnen Tintenpreis oder einer pauschalen Vergleichszahl. Zu berücksichtigen sind TA2-Tinte und Optimizer, Medienverbrauch, Reinigungszyklen, Weißtintennutzung, Energiebedarf, Bedienzeit, Aufwärm- und Weiterverarbeitungszeit, Ausschuss, Wartung, Service sowie die Auslastung von Druck- und Schneidefunktion.
Die langlebigen Piezo-Druckköpfe reduzieren die Abhängigkeit von regelmäßig auszutauschenden Verbrauchsdruckköpfen. Ein technisch erforderlicher Druckkopfwechsel bleibt jedoch ein Servicefall und muss bei einer langfristigen Betriebskostenbetrachtung ebenso berücksichtigt werden wie mögliche Garantie- oder Servicepakete.
Die angegebene Leistungsaufnahme im Betrieb liegt bei etwa 4.200 W. Aus dem moderateren Temperatureintrag darf deshalb kein pauschaler Stromsparvorteil abgeleitet werden. TECHNOPLOT erstellt Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen anhand realistischer Aufträge, Druckmodi, Flächendeckungen, Schnittzeiten und Weiterverarbeitungswege.
Aufstellort, Stromversorgung und Produktionsumgebung
Mit Abmessungen von 3.004 × 866 × 1.412 mm, einem Gewicht von 268 kg und einer Versorgung mit 200 bis 240 V benötigt die AG-640 eine sorgfältig vorbereitete Installation. Zusätzlich zur Gerätefläche werden Bedien-, Medien- und Wartungsbereiche sowie Zugang zur rückseitigen Trocknereinheit benötigt.
Vor Lieferung prüfen wir Transportweg, Türen, Aufzug, Bodenbelastbarkeit, Aufstellfläche, Netzwerk, Raumklima und die entstehende Wärmelast. Anzahl, Aufteilung und Absicherung der elektrischen Anschlüsse werden anhand der zum Installationstermin gültigen Unterlagen mit einer Elektrofachkraft abgestimmt. Eine ungeprüfte Versorgung über Mehrfachsteckdosen oder gemeinsam stark belastete Stromkreise ist nicht einzuplanen.
Empfohlene Anwendungsprüfung vor der Investition
Für die Bewertung der AG-640 empfiehlt TECHNOPLOT einen strukturierten Test mit repräsentativen Originaldaten und Originalmedien. Abhängig vom geplanten Einsatz können dabei folgende Punkte geprüft werden:
- Direkter Cut-&-Print-Ablauf mit komplexen Konturen auf unlaminiertem Originalmaterial
- Passmarkenerkennung und Konturschnitt nach dem Laminieren und erneuten Einlegen
- Farbraum, Haus- und Markenfarben, Hauttöne, Verläufe, Vollflächen und Schwarzdichte
- Deckkraft und Gleichmäßigkeit der Weißtinte auf transparenten oder farbigen Medien
- Maßänderung des Mediums während Druck, Aushärtung und Abkühlung
- Passgenauigkeit benachbarter Bahnen, Paneele und gekachelter Motive
- Laminathaftung, Oberflächenfinish und Verhalten bei sofortiger Weiterverarbeitung
- Dehnung, Rückstellung und Haftung des vollständigen Car-Wrapping-Verbunds
- Produktionszeit, Tinten- und Optimizerverbrauch, Schneidezeit und Materialausschuss
- Bedien-, Reinigungs- und Wartungsabläufe unter realistischen Betriebsbedingungen
Aus diesen Ergebnissen lassen sich Tintenkonfiguration, Medienprofile, Schneideworkflow, Weiterverarbeitung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wesentlich zuverlässiger ableiten als aus allgemeinen Herstellerwerten allein.
Beratung, Installation und Service durch TECHNOPLOT
TECHNOPLOT begleitet Ihr Projekt von der ersten Anwendungsidee bis zum laufenden Produktionsbetrieb. Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung im Large-Format-Printing verbinden wir Anwendungsberatung, Maschineninstallation, Farbmanagement, Schulung und technischen Service zu einer abgestimmten Gesamtlösung.
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Anwendungs- und Investitionsberatung Gemeinsam analysieren wir Materialien, Formate, Stückzahlen, Qualitätsanforderungen, gewünschte Veredelungen und vorhandene Produktionsabläufe. Daraus leiten wir die geeignete Systemkonfiguration und notwendige Zusatzausstattung ab. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die Anschaffung, sondern auch Bedienaufwand, Verbrauchsmaterialien, Wartung, Prozesssicherheit und zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten. |
Material- und Anwendungstests Auf Wunsch prüfen wir Ihre Originalmaterialien, Medien oder Bauteile vor der Investitionsentscheidung. Beurteilt werden können unter anderem Verarbeitbarkeit, Bedruckbarkeit, Druck- und Verarbeitungsqualität, Farbwirkung, Haftung, Kratzfestigkeit und die Eignung für wiederkehrende Produktionsabläufe. Anwendungstests helfen, technische Risiken frühzeitig zu erkennen und realistische Produktionsparameter festzulegen. |
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Aufstell- und Installationsplanung Das ausgewählte Produktionssystem benötigt eine sorgfältige Vorbereitung des Aufstellortes. TECHNOPLOT unterstützt bei der Prüfung von Zufahrt, Türen, Transportweg, Bodenbelastbarkeit, Stellfläche, Wartungsabständen, Stromversorgung, Netzwerk, Raumklima und gegebenenfalls erforderlicher Luftführung. Dadurch lassen sich unnötige Verzögerungen am Installationstag vermeiden. |
Lieferung, Installation und Inbetriebnahme Unsere Techniker übernehmen die fachgerechte Aufstellung, Montage und Inbetriebnahme des Systems. Dazu gehören abhängig vom vereinbarten Leistungsumfang die mechanische Einrichtung, Prüfung der Sicherheitseinrichtungen, Netzwerkanbindung, Installation der zugehörigen Software sowie die Durchführung der erforderlichen Kalibrierungen und Testläufe. |
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Einweisung und Schulung Die Bediener werden praxisnah in Maschinenbedienung, Datenaufbereitung, Auftragsanlage, Materialhandhabung, Testläufe und tägliche Pflege eingewiesen. Vertiefende Schulungen können auf typische Anwendungen, Serienproduktion, Farbmanagement und die Erstellung wiederholbarer Arbeitsabläufe abgestimmt werden. |
Farbmanagement und Profile TECHNOPLOT unterstützt bei der Auswahl geeigneter Medienprofile, der Anpassung von Produktionsbedingungen und der reproduzierbaren Farbausgabe. Bei Bedarf erstellen wir individuelle Profile und beraten zur Wiedergabe von Haus-, Marken- und Sonderfarben. Ziel ist ein stabiler Produktionsprozess mit nachvollziehbaren Einstellungen statt einzelner, nicht reproduzierbarer Testergebnisse. |
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Produktionshilfen und Prozessoptimierung Für wiederkehrende Aufträge beraten wir zu geeigneten Positionierhilfen, Auftragsschablonen und produktspezifischen Vorrichtungen. Zusätzlich unterstützen wir bei der Optimierung von Datenaufbereitung, Produktionsreihenfolge, Auftragsvorlagen und Qualitätskontrolle. So kann das System effizient in bestehende Fertigungs- und Verarbeitungsprozesse eingebunden werden. |
Technischer Support und Fernunterstützung Bei Fragen zu Software, Datenaufbereitung, Installation und Bedienung unterstützt TECHNOPLOT telefonisch und per Fernzugriff. Viele Einstellungen und Workflowfragen lassen sich dadurch kurzfristig klären. Bei technischen Problemen entscheiden unsere Servicemitarbeiter, ob eine Fernunterstützung ausreicht oder ein Vor-Ort-Einsatz erforderlich ist. |
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Deutschlandweiter Vor-Ort-Service TECHNOPLOT verfügt über eigene, geschulte Servicetechniker für Einsätze in ganz Deutschland. Wartungen, Fehlerdiagnosen und Reparaturen werden mit Blick auf eine schnelle Wiederherstellung der Produktionsfähigkeit geplant. Durch die direkte Verbindung von Anwendungstechnik und Service können nicht nur einzelne Störungen, sondern auch deren Auswirkungen auf den gesamten Arbeitsablauf beurteilt werden. |
Eigene Werkstätten und Ersatzteilversorgung An den TECHNOPLOT-Standorten in Ismaning bei München und Dessau stehen eigene Servicewerkstätten zur Verfügung. Ergänzt wird der technische Support durch ein Ersatzteil- und Verbrauchsmateriallager. Dadurch können viele benötigte Teile und Wartungsmaterialien kurzfristig bereitgestellt und Serviceeinsätze zielgerichtet vorbereitet werden. |
Ihr Projekt im Mittelpunkt
Ein Produktionssystem sollte nicht allein anhand einzelner Leistungsdaten ausgewählt werden. Entscheidend ist, ob Hardware, Materialien, Software, Arbeitsabläufe und Service gemeinsam einen stabilen und wirtschaftlichen Produktionsprozess ergeben.
Sprechen Sie mit uns über Ihre Materialien, Formate, Stückzahlen und Qualitätsanforderungen. TECHNOPLOT entwickelt mit Ihnen eine geeignete Konfiguration und begleitet die Umsetzung von der Planung bis zur laufenden Produktion.