Roland VersaSTUDIO BN2-30 und BN2-20A Druck- und Schneideplotter
Roland VersaSTUDIO BN2-30 und BN2-20A Druck- und Schneideplotter
Kompakte Eco-Solvent-Desktopgeräte für professionellen Druck und präzisen Konturschnitt mit bis zu 736 mm Produktionsbreite.
Die Roland VersaSTUDIO BN2-Serie verbindet hochauflösenden Eco-Solvent-Druck und integrierten Konturschnitt in einem kompakten Produktionssystem. Sie eignet sich für Aufkleber, Etiketten, Textiltransfers, Poster, Schilder, Glasdekorfolien sowie Kunst- und Dekoranwendungen. Medienbestückung, Tintenwechsel und Wartung erfolgen von der Vorderseite, sodass die Geräte auch bei begrenztem Platzangebot effizient eingesetzt werden können.

VersaSTUDIO BN2-30
Medienbreite: 150 bis 762 mm
Maximale Druck-/Schneidbreite: 736 mm
Tintenkonfiguration: CMYK oder CMYK + Weiß
Gewicht: 74 kg

VersaSTUDIO BN2-20A
Medienbreite: 150 bis 515 mm
Maximale Druck-/Schneidbreite: 480 mm
Tintenkonfiguration: CMYK
Gewicht: 62 kg
Vorteile der VersaSTUDIO BN2-Serie
Die BN2-Serie richtet sich an Werbetechnikbetriebe, kleinere Druckereien, Copyshops, Textilveredler, Kreativstudios und Unternehmen mit eigener Grafikproduktion. Einzelstücke und Kleinserien lassen sich vom Druck bis zum passgenauen Konturschnitt auf einem Gerät produzieren. Dadurch entfallen das Umspannen auf einen separaten Schneideplotter und zusätzliche Arbeitsschritte.
- Professionelle Druck- und Schnittqualität
- Höhere Druckgeschwindigkeit für optimale Produktivität
- Erschwinglicher Preis für kleinere Unternehmen
- Einfache Bedienung – keine Druckerfahrung erforderlich
- Kompakte Größe für Umgebungen mit begrenztem Platzangebot
Mit der BN2-20A steht ein besonders kompaktes CMYK-Modell für Produktionsbreiten bis 480 mm zur Verfügung. Die BN2-30 erweitert den Arbeitsbereich auf bis zu 736 mm und ist wahlweise mit CMYK oder CMYK + Weiß erhältlich. Weißtinte eröffnet zusätzliche Möglichkeiten auf dunklen, transparenten und metallischen Medien. Die mitgelieferte RIP-Software VersaWorks unterstützt die Druck- und Schneideausgabe, das Farbmanagement sowie die Verwendung abgestimmter Medienprofile.
Typische Anwendungen






Eigenschaften der Roland VersaSTUDIO BN2-Serie
Die Roland VersaSTUDIO BN2-Serie ist als durchgängiges Produktionssystem für professionelle Kleinauflagen konzipiert. Vom Einrichten des Rollenmediums über den hochauflösenden Eco-Solvent-Druck und den passgenauen Konturschnitt bis zum abschließenden Bogenschnitt bleiben die zentralen Arbeitsschritte in einem abgestimmten Workflow. Das reduziert manuelle Übergaben, spart Stellfläche und erleichtert reproduzierbare Ergebnisse bei Einzelmotiven ebenso wie bei wiederkehrenden Aufträgen.
Automatische Funktionen für Medieneinzug und Sensorjustierung, die vollständige Bedienung von der Vorderseite sowie die mitgelieferte Software unterstützen einen schnellen Einstieg und einen übersichtlichen Produktionsalltag. Beide Modelle verbinden professionelle CMYK-Druckqualität mit integriertem Schneiden; der BN2-30 erweitert die Produktionsbreite und bietet zusätzlich eine Tintenkonfiguration mit Weiß für dunkle, transparente und metallische Medien.
Integriertes Drucken und Schneiden
Die BN2-Serie bedruckt Rollenmedien und schneidet anschließend die gewünschten Konturen im selben Gerät. Dadurch lassen sich einzelne Sticker ebenso effizient fertigen wie komplette Etiketten- und Decalserien. Auch komplexe Formen können ohne Wechsel auf einen separaten Schneideplotter verarbeitet werden.


Professionelle Druckqualität
Hochauflösende Druckköpfe, Roland Eco-Solvent-Tinten und abgestimmte Medienprofile unterstützen eine gleichmäßige Farbwiedergabe, scharfe Texte und feine Details. Die maximale Druckauflösung beträgt 1.440 dpi. Mit weißer Tinte ermöglicht der BN2-30 zusätzlich Anwendungen auf dunklen, transparenten und metallischen Medien.
Hohe Produktivität im kompakten Format
Gegenüber der ursprünglichen BN-20 erreicht die BN2-Generation im Standardmodus eine bis zu viermal höhere Druckgeschwindigkeit. Das vom Hersteller veröffentlichte Vergleichsmotiv nennt 2,34 m²/h für den BN2-20A und 2,70 m²/h für den BN2-30 im Standardmodus. Die tatsächliche Leistung hängt unter anderem von Medium, Druckmodus, Motiv und Tintenkonfiguration ab.


Einfache Medieneinrichtung von vorn
Medien werden beim Einrichten automatisch eingezogen, um einen schiefen Einzug zu reduzieren. Die automatische Sensorjustierung unterstützt die Abstimmung auf Medientyp und -stärke. Die Bedienung von der Vorderseite ermöglicht einen effizienten Einsatz auch bei begrenzter Stellfläche.
Tintenwechsel und Wartung von vorn
Die Tintenbestückung und wichtige Wartungsbereiche sind direkt von der Gerätevorderseite zugänglich. Über die BN Utility lassen sich Einrichtung, Wartung und Bogenschnitt zentral verwalten. Das vereinfacht den täglichen Betrieb und reduziert den notwendigen Bedienraum rund um das Gerät.


Für kleine Arbeitsbereiche und den professionellen Einstieg
Mit einer Breite von 1.069 mm beziehungsweise 1.323 mm passen die beiden Modelle in kompakte Produktionsumgebungen. Damit eignen sie sich für Werbetechnik, Personalisierung, Einzelhandel, Bildungseinrichtungen, Start-ups und Betriebe, die professionelle Print-&-Cut-Anwendungen auf begrenzter Stellfläche realisieren möchten.
Gestaltungs-, RIP- und Gerätesoftware
VersaWorks 7 ist im Lieferumfang enthalten und unterstützt die Auftragsvorbereitung, das Farbmanagement sowie die Anlage von Schnittkonturen. Die BN Utility bündelt Geräteeinrichtung, Wartung und Bogenschnitt. Roland DG Connect ergänzt den Workflow um Geräte- und Produktionsinformationen. Für die Gestaltung und Aufbereitung druckfertiger Grafiken bietet Roland außerdem den optionalen Roland DG Connect Designer mit Visual Communication Module an.

Technische Daten
| Merkmal | BN2-20A | BN2-30 |
|---|---|---|
| Druckverfahren | Piezo-Tintenstrahlverfahren | Piezo-Tintenstrahlverfahren |
| Medienbreite | 150 bis 515 mm | 150 bis 762 mm |
| Medienstärke für Druck | Max. 1,0 mm mit Decklage | Max. 1,0 mm mit Decklage |
| Medienstärke für Schnitt | Max. 0,4 mm mit Decklage; 0,22 mm ohne Decklage | Max. 0,4 mm mit Decklage; 0,22 mm ohne Decklage |
| Maximaler Rollenaußendurchmesser | 150 mm | 165 mm |
| Maximales Rollengewicht | 6 kg | 12 kg |
| Rollenkern | 76,2 mm oder 50,8 mm | 76,2 mm oder 50,8 mm |
| Maximale Druck-/Schneidbreite1 | 480 mm | 736 mm |
| Tintentyp | ECO-SOL MAX 3, 220-ml-Kartuschen | ECO-SOL MAX 3 und ECO-SOL MAX 2 Weiß, 220-ml-Kartuschen |
| Tintenkonfigurationen | CMYK | CMYK oder CMYK + Weiß |
| Maximale Druckauflösung | 1.440 dpi | 1.440 dpi |
| Schnittgeschwindigkeit | 10 bis 150 mm/s | 10 bis 150 mm/s |
| Schnittkraft2 | 30 bis 500 gf | 30 bis 500 gf |
| Klingentyp | Roland CAMM-1-Messer | Roland CAMM-1-Messer |
| Klingenversatz | 0,000 bis 1,500 mm | 0,000 bis 1,500 mm |
| Softwareauflösung beim Schneiden | 0,025 mm/Schritt | 0,025 mm/Schritt |
| Druckheizung3 | 30 bis 35 °C | 30 bis 35 °C |
| Trockner3 | 30 bis 38 °C | 30 bis 38 °C |
| Schnittstelle | Ethernet 100BASE-TX/1000BASE-T | Ethernet 100BASE-TX/1000BASE-T |
| Stromsparfunktion | Automatischer Schlafmodus | Automatischer Schlafmodus |
| Nenneingangsleistung | 100–240 V AC, 50/60 Hz, 2,1 A | 100–240 V AC, 50/60 Hz, 2,9 A |
| Leistungsaufnahme im Betrieb | Ca. 185 W | Ca. 260 W |
| Leistungsaufnahme im Ruhezustand | Ca. 27 W | Ca. 27 W |
| Schalldruckpegel im Betrieb | Max. 62 dB(A) | Max. 65 dB(A) |
| Schalldruckpegel im Standby | Max. 60 dB(A) | Max. 63 dB(A) |
| Abmessungen (B × T × H) | 1.069 × 617 × 622 mm | 1.323 × 617 × 622 mm |
| Gewicht | 62 kg | 74 kg |
| Betriebsumgebung4 | 20 bis 32 °C; 35 bis 80 % rF, nicht kondensierend | |
| Lagerumgebung | 5 bis 40 °C; 20 bis 80 % rF, nicht kondensierend | |
| Lieferumfang | Netzkabel, Medienhalter, Ersatzklinge für das Trennmesser, Bedienungsanleitung sowie Software einschließlich VersaWorks und Roland DG Connect; genaue landesspezifische Ausstattung vor Bestellung prüfen | |
1 Die mögliche Druck- und Schneidlänge hängt von den Beschränkungen der Anwendungssoftware ab.
2 500 gf ist die maximale kurzzeitige Schnittkraft; die Einstellung ist an Material und Anwendung anzupassen.
3 Nach dem Einschalten ist abhängig von Betriebsumgebung und Medienbreite eine Aufwärmphase von etwa 5 bis 20 Minuten erforderlich. Die eingestellte Temperatur kann unter ungünstigen Bedingungen möglicherweise nicht erreicht werden.
4 Das Gerät ist innerhalb des vom Hersteller angegebenen Betriebsbereichs einzusetzen.
Hinweise zum Tintenverbrauch von Inkjet-Druckern: https://www.technoplot.de/service/tintenverbrauch-inkjet-drucker
Systemanforderungen für VersaWorks 7
VersaWorks 7 ist mit der VersaSTUDIO BN2-Serie kompatibel. Die folgenden Anforderungen entsprechen dem von Roland DG am 17.08.2026 veröffentlichten Stand.
| Komponente | Windows | Mac |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 11 | macOS 26, 15 oder 14 |
| Prozessor | Intel Core i5-4670 | Apple Silicon |
| Arbeitsspeicher | Mindestens 8 GB RAM | |
| Freier Festplattenspeicher | Mindestens 128 GB | |
| Display | 1.280 × 1.024 Pixel oder höher empfohlen | |
| Netzwerk | Internetverbindung erforderlich | |
| Benutzerkonto | Roland DG Connect-ID erforderlich | |
Systemanforderungen können durch Software-Updates geändert werden. Vor Installation ist der aktuelle Stand bei Roland DG zu prüfen.
Zubehör und Verbrauchsmaterialien
ECO-SOL MAX-Tinten und Reinigungsmittel
| Modellnummer | Beschreibung | Einsatz |
|---|---|---|
| ESL5-CY | ECO-SOL MAX 3 Cyan, 220 ml | BN2-20A und BN2-30 |
| ESL5-MG | ECO-SOL MAX 3 Magenta, 220 ml | BN2-20A und BN2-30 |
| ESL5-YE | ECO-SOL MAX 3 Gelb, 220 ml | BN2-20A und BN2-30 |
| ESL5-BK | ECO-SOL MAX 3 Schwarz, 220 ml | BN2-20A und BN2-30 |
| ESL4-WH | ECO-SOL MAX 2 Weiß, 220 ml | BN2-30 in CMYK- + Weiß-Konfiguration |
| SL-CL | Reinigungsmittel-Kartusche, 220 ml | Wartung |
| 6701409310 | Reinigungsset mit 100 ml Reinigungsflüssigkeit und 10 Reinigungsstäbchen | Manuelle Reinigung |
Schneidwerkzeuge
| Modellnummer | Beschreibung |
|---|---|
| ZEC-U5032 | CAMM-1-Messer für Vinyl-, fluoreszierende und reflektierende Folien; Versatz 0,25 mm; 2 Stück |
| ZEC-U5025 | CAMM-1-Messer für Vinyl-, fluoreszierende und reflektierende Folien; Versatz 0,25 mm; 5 Stück |
| ZEC-U5022 | CAMM-1-Messer für Vinylfolie; Versatz 0,25 mm; 2 Stück |
| XD-CH3 | Kunststoff-Messerhalter mit Einstellung des Klingenaustritts |
| XD-CH4 | Aluminium-Messerhalter mit Einstellung des Klingenaustritts |
Im Lieferumfang enthaltene Software
- VersaWorks 7 für Windows und macOS
- BN Utility für Einrichtung, Bedienung, Wartung und Bogenschnitt
- Roland DG Connect für Geräte- und Produktionsinformationen
Verfügbarkeit, regionale Freigabe und Eignung für das jeweilige Modell und die gewählte Tintenkonfiguration sind vor Bestellung zu prüfen.
Beratung zur Roland VersaSTUDIO BN2-Serie
Die Roland VersaSTUDIO BN2-Serie verbindet professionellen Eco-Solvent-Druck und präzisen Konturschnitt in einem kompakten Gerät. Für die richtige Investitionsentscheidung reicht jedoch nicht allein die gewünschte Gerätebreite aus. Entscheidend sind die tatsächlich eingesetzten Medien, typische Auftragsformate, Produktionsmengen und die Frage, ob neben klassischen weißen Folien auch dunkle, transparente oder metallische Materialien bedruckt werden sollen.
TECHNOPLOT vergleicht deshalb nicht nur BN2-20A und BN2-30, sondern betrachtet den gesamten geplanten Arbeitsablauf: vom Rollenformat und der Druckdatei über Farb- oder Weißdruck und Konturschnitt bis zur Weiterverarbeitung. So lässt sich vermeiden, dass eine zu kleine Arbeitsbreite oder eine ungeeignete Tintenkonfiguration spätere Anwendungen begrenzt.
BN2-20A oder BN2-30 – welches Modell passt zu Ihren Aufträgen?
| Entscheidungskriterium | VersaSTUDIO BN2-20A | VersaSTUDIO BN2-30 |
|---|---|---|
| Maximale Druck-/Schneidbreite | 480 mm | 736 mm |
| Tintenkonfiguration | CMYK | CMYK oder CMYK + Weiß |
| Maximales Rollengewicht | 6 kg | 12 kg |
| Gerätebreite | 1.069 mm | 1.323 mm |
| Typischer Einsatz | Kompakte Produktion auf weißen und hellen Medien, Aufkleber, Etiketten, Textiltransfers und kleinere Schilder | Breitere Aufträge und größere Rollen; in der Weißtintenkonfiguration zusätzlich Anwendungen auf dunklen, transparenten und metallischen Medien |
| Auswahlkriterium | Wenn 480 mm Produktionsbreite ausreichen und überwiegend CMYK auf weißen oder hellen Medien gedruckt wird | Wenn mehr Breite, höhere Rollenkapazität oder ein kontrollierter Weißdruck benötigt werden |
Der BN2-20A ist die besonders kompakte Lösung für Anwender, deren Motive zuverlässig innerhalb einer Produktionsbreite von 480 mm liegen. Er eignet sich vor allem für Aufkleber, Etiketten, kleine Schilder, Poster und Transfermedien, bei denen das Material selbst den weißen Hintergrund liefert. Wer breitere Motive, größere Rollen oder mehr Spielraum für unterschiedliche Auftragsformate benötigt, sollte den BN2-30 einplanen. Dabei kann der BN2-30 als CMYK-System oder als CMYK- + Weiß-Konfiguration gewählt werden.
Wann ist Weißtinte für dunkle, transparente und metallische Medien erforderlich?
CMYK-Tinten sind für die Farbmischung auf einem hellen Untergrund ausgelegt. Auf weißer Folie oder weißem Papier übernimmt das Medium die Funktion der Farbe Weiß. Auf dunklen, transparenten oder metallischen Materialien fehlt dieser neutrale Hintergrund: Farben können dadurch deutlich dunkler, weniger brillant oder transparent erscheinen. Für einen gezielten weißen Unterdruck oder separat gedruckte weiße Gestaltungselemente ist deshalb der BN2-30 in der Konfiguration CMYK + Weiß erforderlich.
- Dunkle Medien: Eine weiße Grundierung schafft unter farbigen Motiven einen neutralen Hintergrund. Dadurch bleiben Logos, Schriften und Bildfarben besser erkennbar. Weiß kann außerdem als eigenständige Druckfarbe eingesetzt werden.
- Transparente Medien: Weiß hinter den CMYK-Farben erhöht deren Deckkraft und Lesbarkeit. Bei Fensteraufklebern und transparenten Etiketten muss zusätzlich geklärt werden, von welcher Seite das Motiv betrachtet und gegebenenfalls verklebt wird.
- Metallische Medien: Ein selektiver Weißdruck kann den metallischen Untergrund in bestimmten Motivbereichen abdecken, während andere Bereiche den Metall- oder Glanzeffekt bewusst sichtbar lassen. So lassen sich Materialwirkung und Farbwiedergabe gezielt kombinieren.
Weißtinte erweitert die Anwendungen deutlich, ist aber nicht für jeden Betrieb automatisch die wirtschaftlichste Wahl. In der Beratung sind der reale Anteil solcher Aufträge, die gewünschte Weißdeckung, der benötigte Schichtaufbau, Druckzeit, Tintenverbrauch und Pflegeaufwand zu berücksichtigen. Werden fast ausschließlich weiße Selbstklebefolien, Papiere oder helle Transfermedien verarbeitet, kann eine reine CMYK-Konfiguration die einfachere Lösung sein. Sollen Spezialmedien regelmäßig selbst produziert werden, bietet der BN2-30 mit Weiß die wesentlich größere gestalterische Flexibilität.
Betrieb, Reinigung und Wartung bei Weißtinte
Weiße Tinte enthält einen hohen Anteil deckender Pigmente und stellt deshalb höhere Anforderungen an Nutzung und Pflege als eine reine CMYK-Konfiguration. Die Pigmente können sich bei längeren Standzeiten absetzen. Ohne regelmäßiges Mischen, Tintenzirkulation und Reinigung können Farbabweichungen, eine geringere Weißdeckung, Ablagerungen im Tintensystem und im ungünstigen Fall verstopfte oder eingetrocknete Düsen entstehen.
- Täglich vor Arbeitsbeginn aufschwenken: Laut Roland-Betriebshinweis ist die weiße Tintenkartusche herauszunehmen, etwa 50-mal beziehungsweise ungefähr 20 Sekunden horizontal zu schwenken und anschließend sofort wieder einzusetzen. Dadurch werden abgesetzte Pigmente erneut gleichmäßig verteilt.
- Auch bei Nichtbenutzung regelmäßig mischen: Wird der Drucker nicht eingesetzt, muss die weiße Tintenkartusche dennoch mindestens einmal wöchentlich auf die gleiche Weise geschwenkt werden. Eine selten genutzte Weißtinte ist daher nicht wartungsfrei.
- Düsentest und Reinigung einplanen: Vor der täglichen Produktion sollte ein Düsentest erfolgen. Abhängig von Standzeit, Druckbild und Gerätemeldungen können zusätzliche Reinigungs- oder Tintenzirkulationszyklen notwendig werden. Diese Vorgänge benötigen Zeit und verbrauchen Tinte.
- Drucker am Stromnetz lassen: Die Hauptstromversorgung muss eingeschaltet bleiben, damit das Gerät seine automatischen Wartungszyklen ausführen und die Druckköpfe vor dem Austrocknen schützen kann. Eine zentrale Nacht- oder Wochenendabschaltung der Steckdose ist für den Drucker nicht geeignet.
- Längere Pausen richtig vorbereiten: Bei einer normalen Produktionspause bleibt der Drucker im Standby-Betrieb am Stromnetz. Soll das Gerät dagegen über einen längeren Zeitraum vollständig stromlos stillgelegt, eingelagert oder transportiert werden, sind die Tintenwege nach Herstellervorgabe zu entleeren beziehungsweise mit der vorgesehenen Reinigungsflüssigkeit zu spülen. Dieser Vorgang sollte vorab mit TECHNOPLOT abgestimmt werden.
- Zusätzlichen Tintenverbrauch berücksichtigen: Auch ohne laufende Druckaufträge wird Tinte für automatische Reinigungs- und Zirkulationsvorgänge benötigt. Nach längeren Druckpausen oder einer Unterbrechung der Stromversorgung können beim erneuten Produktionsstart intensivere Reinigungen erforderlich sein. Der tatsächliche Mehrverbrauch hängt unter anderem von Pausendauer, Umgebung, Gerätezustand und Düsenbild ab.
Beratungshinweis: Die Entscheidung für CMYK + Weiß sollte daher nicht nur anhand der möglichen Druckeffekte getroffen werden. Regelmäßige Nutzung, Wartungsdisziplin, zusätzlicher Zeitaufwand und der Tintenverbrauch während produktionsfreier Zeiten gehören in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Wenn Weißdruck nur sehr selten benötigt wird, kann eine CMYK-Konfiguration mit weißen Spezialmedien oder die externe Vergabe einzelner Weißdruckaufträge wirtschaftlicher sein.
Material- und Drucktests vor der Investition
Für eine belastbare Entscheidung empfehlen wir Tests mit den tatsächlich vorgesehenen Materialien und repräsentativen Kundendaten. Beurteilt werden sollten Farbwiedergabe, Weißdeckung, feine Schriften, Konturschnitt, Haftung, Trocknung und die geplante Weiterverarbeitung. Bei transparenten Medien sind Betrachtungs- und Klebeseite sowie die Reihenfolge von Farb- und Weißdruck festzulegen. Bei metallischen Materialien sollte geprüft werden, welche Bereiche deckend erscheinen und wo der Materialeffekt erhalten bleiben soll.
Auch Rollenbreiten, häufige Motivgrößen, Stückzahlen und Reserven für Beschnitt oder Konturschnitt gehören in die Auswahl. Ein heute knapp ausreichendes Format kann bei neuen Anwendungen schnell zum Engpass werden. Umgekehrt ist der kompaktere BN2-20A sinnvoll, wenn die vorhandenen Aufträge dauerhaft innerhalb seiner Arbeitsbreite bleiben und Weißdruck nicht benötigt wird.
TECHNOPLOT Beratung, Installation und Service
TECHNOPLOT verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung mit Druck-, Schneide- und Produktionssystemen für Industrie und Werbetechnik. An den Standorten Ismaning bei München und Dessau, südlich von Berlin, stehen eigene Techniker und Servicewerkstätten zur Verfügung. Der Vor-Ort-Service wird deutschlandweit durch Online-Remote-Service für Softwarehilfe und Installationen ergänzt.
Zum Leistungsumfang gehören die Auswahl von Gerät und Tintenkonfiguration, Materialbeprobungen, Installation, Einweisung, Bedienerschulung, Farbmanagement und individuelle ICC-Medienprofile. Ein umfangreiches Ersatzteil- und Verbrauchsmateriallager unterstützt die langfristige Produktionssicherheit.
TECHNOPLOT begleitet Ihr BN2-Projekt von der Analyse der vorgesehenen Anwendungen über Drucktests und Modellvergleich bis zur Inbetriebnahme und technischen Betreuung. Ziel ist eine Konfiguration, die nicht nur zum verfügbaren Platz, sondern vor allem zu Ihren realen Medien, Aufträgen und geplanten Erweiterungen passt.